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TRUMPF als Erfolgsbeispiel

TRUMPF als Erfolgsbeispiel

Am 16.11.2015 erhielt Gerd Duffke (Programmleiter Weiterbildungskonzepte TRUMPF) im Residenzschloss Ludwigsburg den "Demografie Exzellenz Award" 2015

Präsentation2

Gerd Duffke, Bild rechts außen

Ausgezeichnetes Projekt zur lebensphasenorientierten & kompetenz-basierten Arbeitsgestaltung.

Erfahrungen teilen – Möglichkeiten schaffen

Der demografische Wandel verändert die Altersstruktur in der Erwerbsbevölkerung. Zudem werden industrielle Dienstleistungen als zentrales Geschäftsfeld wichtiger und bilden einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Um auch in Zukunft auf zufriedene und leistungsbereite Mitarbeiter setzen zu können, müssen Unternehmen diese Herausforderungen meistern. Erreicht werden soll dies durch gruppen- und altersspezifische Arbeitsgestaltung und den erfolgreichen Ausbau von Fähigkeiten. TRUMPF möchte den älteren Mitarbeitern eine altersgerechte Beschäftigung ermöglichen und sie so an das Unternehmen binden. Gleichzeitig sollen ihr Sachverstand und ihre wertvollen Erfahrungen für das Unternehmen bewahrt werden. Durch die gezielte Weiterentwicklung und den Transfer von Kompetenzen will TRUMPF nachhaltig Kundenzufriedenheit, Produktivität und die Attraktivität als Arbeitgeber sichern.

Service mit Potenzial

Im Fokus des Projektes steht der Servicebereich bei TRUMPF. Dort sind die Folgen des demografischen Wandel besonders spürbar. Servicetechniker bringen einen hohen geistigen und körperlichen Einsatz und verweilen in der Regel maximal 15 Jahre im aktiven Dienst. „Fit for Service“ soll die Produktivität und das Know-how der Mitarbeiter erhalten und ausbauen und ihnen eine alternative aber ebenso attraktive Tätigkeit anbieten. Die Möglichkeit der „zweiten Karriere“ hängt stark ab von der räumlichen Nähe zu den jeweiligen TRUMPF Standorten. Ist sie gegeben, wechseln die Betroffenen bevorzugt in den Serviceinnendienst. Somit bleiben das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter erhalten und sie können einer altersgerechten Beschäftigung nachgehen. Nachfolgende Servicemitarbeiter profitieren jedoch nur sehr begrenzt von diesem Wissensschatz – es fehlt der direkte Austausch. Im Rahmen von „Fit for Service“ identifizierte das Projektteam diverse Tätigkeitsfelder im Servicebereich, in denen sich ältere Servicemitarbeiter weiterentwickeln und neu orientieren können. Beispiele dafür sind – neben dem klassischen Innendienst – die Tätigkeit als Produktionsbegleiter, Applikationsberater, Baustellenleiter sowie als Trainer.

Alle vier Aufgaben eignen sich hervorragend im Anschluss an die reine Servicetätigkeit im Feld, da die Mitarbeiter ihr Potential und ihre Kompetenz voll einbringen können und zusätzlich neue Entwicklungschancen erhalten.

Solche Fähigkeiten sind auch in der Rolle des Baustellenleiters gefragt. Dieser plant und berät im Vorfeld, koordiniert und organisiert Baustellen und verantwortet die Abnahme von Maschinen beim Kunden. Zudem ist er eingebunden in die Ausbildung von Installateuren und Installationsleitern. Als Trainer angehender Servicemitarbeiter können die erfahrenen Kräfte zudem ihr akkumuliertes Wissen weitergeben. Durch den direkten und gezielten Austausch bleiben Kompetenz und Erfahrung im Unternehmen erhalten. Welche Richtung der Mitarbeiter einschlägt hängt auch ab von seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die Tätigkeit im Service lediglich zu reduzieren und parallel in der Nähe des Wohnorts als Applikationsberater zu arbeiten.

Qualifiziert für altersgerechte Beschäftigung

Realisieren lassen sich die neuen, altersgerechten Beschäftigungsmodelle vor allem durch die passende Fortbildung der Mitarbeiter, welche entscheidend für den Erfolg ist. Beim Hineinwachsen in ihre neuen Aufgabenfelder will TRUMPF die Servicemitarbeiter bestmöglich unterstützen. Fachliche und überfachliche Weiterbildungsmaßnahmen werden daher gemeinsam festgelegt. Je nach Aufgabe sind häufig unterschiedliche methodische oder soziale Kompetenzen gefordert, die der Mitarbeiter bislang nicht oder nicht in diesem Ausmaß benötigte. Zugeschnitten auf den einzelnen Mitarbeiter bietet TRUMPF daher diverse Möglichkeiten zur zielgerichteten Qualifizierung und Entwicklung. Ein Qualifizierungskatalog ordnet sämtlichen Kompetenzen die entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen zu. Ein Mitarbeiter soll zum Beispiel die Kompetenz „Präsentationsfähigkeit“ erlangen.

Der Qualifizierungskatalog umfasst passende Maßnahmen von der Einführung durch Kollegen über die Teilnahme an einem Grundlagenseminar bis zur Anwendung „on the job“ und der Durchführung eigener Seminare.

In jedem Fall werden die Rollen und Kompetenzen für die nachfolgenden Tätigkeiten im Vorfeld so genau wie möglich definiert. Das ist wichtig, um die Wünsche des Mitarbeiters zu berücksichtigen und gleichzeitig sein Know-how zu bewahren. Außerdem erleichtert die konkrete Beschreibung der Kompetenzprofile es dem Mitarbeiter, eine für ihn passende Beschäftigung auszuwählen und sich mit dieser zu identifizieren. Diese so genannten „funktionsspezifischen Kompetenzprofile“ entstehen in Zusammenarbeit mit Führungskräften und Mitarbeitern und halten die Anforderungen möglichst exakt fest.

Ausblick

TRUMPF hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Mitarbeiter genauso wie seine Wettbewerbsfähigkeit als Hochtechnologieunternehmen auch in Zukunft zu wahren. Angesichts des demografischen Wandels ist das Unternehmen überzeugt, gemeinsam mit den Mitarbeitern altersgerechte Lösungen finden und somit das große Potential der Generation 50plus nutzen zu können. Daher wird sich TRUMPF auch in Zukunft aktiv mit den Fakten, Folgen und Chancen des demografischen Wandels beschäftigen.

Informationen zum Projekt Gerd Duffke
Servicetechniker Weiterbildung Henriett Stegink